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FAQ für Medien & Öffentlichkeit

Fragen, die sich Journalist:innen, Politiker:innen und Unterstützer:innen stellen – und meine Antworten darauf.

Wer sind Sie?

Ich heiße Christian Müller, bin 34 Jahre alt, gelernter Koch, Digitalgründer in der Vorbereitung – und jemand, der seit Jahren mit psychischen Belastungen lebt, ohne je jemandem geschadet zu haben. Mein Fall handelt nicht von Gefährlichkeit – sondern von einem System, das mir das Recht auf Selbstbestimmung genommen hat.

Was ist passiert?

Ich wurde ohne akute Fremdgefährdung durch die Polizei eingewiesen. In der LVR-Klinik Langenfeld wurde ich ruhiggestellt, fixiert, isoliert – meine Patientenverfügung ignoriert, meine Medikation willkürlich geändert. Ich erhielt kaum ärztliche Gespräche, durfte nicht telefonieren, keine Akteneinsicht nehmen und wurde bei Gericht nur wenige Minuten angehört.

Warum gehen Sie damit an die Öffentlichkeit?

Weil mir das das erste Mal in einem Zustand passiert ist, in dem ich klar bei Verstand bin. Weil ich diese Erfahrung als wach, bewusst und gesund gemacht habe – und mich frage, wie so etwas überhaupt passieren kann.

Weil sich in meinem Fall etwas zeigt, das im Verborgenen bleibt: Rechtlosigkeit, sobald man einmal psychiatrisch auffällig war. Ich sehe keine andere Möglichkeit, gehört zu werden, als alles öffentlich zu machen.

Was fordern Sie?

Ich fordere:

 

  • Eine Reform des PsychKG NRW mit klaren Kontrollmechanismen

  • Das Ende von Zwangsbehandlungen ohne echte Gefährdungslage

  • Die Einhaltung von Menschenwürde, auch im Ausnahmezustand

  • Schutz der Patientenverfügung

  • Ein Kontrollsystem, das den Menschen schützt – nicht die Institution

Was möchten Sie Politik, Medien und Gesellschaft sagen?

Nur weil man einmal eine psychische Krankheit hatte, darf man nicht für den Rest seines Lebens abgestempelt und entmündigt werden.

Es darf nicht sein, dass man Menschen ohne Therapie und Beschäftigung „wegstellt“.

Ich bin einer der wenigen, die sich wehren können. Viele andere haben keine Stimme. Ich bin systemisch aussortiert worden – und ich werde das nicht hinnehmen.

Was erwarten Sie von der Presse?

Unterstützung bei der Aufarbeitung meines Falls. Eine öffentliche Debatte:

 

  • Wie wird mit Menschen in psychiatrischer Behandlung umgegangen?

  • Wie schnell kommt es zu Freiheitsentzug – und wer kontrolliert das?

  • Wo liegen die strukturellen Fehler – und wie können wir sie abstellen?

 

Vor allem wünsche ich mir Aufklärung. Denn viele wissen nicht, was in solchen Kliniken möglich ist – bis sie selbst oder jemand aus ihrer Familie betroffen ist.

Welche Belege liegen vor?

Ich habe über 30 offizielle Schreiben, Beschwerden, Gerichtsdokumente, medizinische Berichte und E-Mails dokumentiert – alle verfügbar über meine Website.

Was sagen die Behörden dazu?

In vielen Fällen: nichts. Einige Verfahren laufen, andere wurden ohne Anhörung oder Akteneinsicht abgewiesen. Ich habe mich an alle relevanten Stellen gewandt – erfolglos.

Was ist Ihr Ziel?

Ich will, dass niemand mehr rechtlos verschwindet. Dass Zwang nicht zur Normalität wird.

Ich will Gerechtigkeit – für mich, und für andere.

Und ich will ein System, das nicht wegschaut, sondern Verantwortung übernimmt.

Bereit für Interview, Podcast, Hintergrundgespräch oder Veröffentlichung.

Kontakt: mail@christian-mueller.org

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