
Christian Müller
Was ist das hier eigentlich für ’ne Seite?
Kurz gesagt: Eine offene Dokumentation. Persönlich, direkt – und bewusst öffentlich.
Wofür das Ganze?
• Transparenz: Alles auf den Tisch. Keine halben Sachen.
• Selbstschutz: Wenn keiner richtig zuhört, wird’s eben öffentlich.
• Aufarbeitung: Für den Kopf. Fürs Gefühl. Für den Überblick.
• Kampf gegen das System: Wenn Strukturen mehr schaden als helfen.
• Kontakt & Austausch: Wer helfen will – oder selbst kämpft – ist willkommen.
Diese Seite ist der Versuch, Ordnung ins Chaos zu bringen. Und vielleicht auch ein kleiner Schritt in Richtung Gerechtigkeit.
🕊️ Die Würde des Menschen ist (nicht) unantastbar
Was ich in den letzten Wochen erlebt habe, hat mich tief erschüttert. Ich bin kein Einzelfall – und genau das ist das Problem.
Weil ich psychisch krank war, wurde ich abgestempelt.
Nicht mehr gefragt, nicht mehr ernst genommen.
Man behandelte mich nicht wie einen Menschen mit einer Krise, sondern wie ein Risiko, das man verwalten muss.
Ich dachte, die Würde des Menschen sei unantastbar.
Doch in der Praxis ist sie an Bedingungen geknüpft. Wer aus dem Raster fällt, verliert oft nicht nur seine Freiheit, sondern auch seine Stimme.
Was mir fehlte, war keine Medikamentendosis –
es war eine faire Begutachtung.
Ein Gespräch auf Augenhöhe.
Ein System, das hilft, statt verwaltet.
Ein Arzt, der zuhört – statt nur zu sedieren.
Deshalb starte ich diese öffentlich wirksame Petition.
Nicht gegen Psychiatrie – sondern für eine menschenwürdige, ethisch fundierte, rechtlich transparente Psychiatrie.
Für ein System, das behandelt statt wegzusperren.
Für alle, die einmal psychisch krank sind – und nicht lebenslang stigmatisiert werden wollen.
Ich bitte um Unterstützung.
Nicht nur für mich – sondern für alle, denen man das Menschsein abspricht, sobald sie nicht mehr „funktionieren“.
Bitte unterstütze mich und meine Leidensgenossen und Unterschreibe diese Petition
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Meine Geschichte
Wer ich bin – und warum ich diese Zeilen schreibe
Mein Name ist Christian Müller, ich bin 34 Jahre alt, gelernter Koch und war viele Jahre als stellvertretender Restaurantleiter bei McDonald’s tätig. Ich bin zielstrebig, ein Organisationstalent, jemand, der anpackt, wenn es brennt – und definitiv kein Mensch, der leicht aus der Bahn zu werfen ist. Ich bin ein Stehaufmännchen, mit Humor, Ironie und einer ordentlichen Portion Lebenserfahrung im Gepäck.
Nach einigen gesundheitlichen Herausforderungen und einer psychiatrischen Vorgeschichte, die ich nicht verschweige, sondern offensiv anspreche, hatte ich mir ein neues Ziel gesetzt: Selbstständigkeit mit einem nachhaltigen, KI-gestützten Indoor-Garten-Projekt. Alles war vorbereitet: Gründungszuschuss beantragt, Businessplan steht, Domain gesichert. Ich war bereit, durchzustarten. Doch dann kam alles anders.
Wie ich plötzlich zum Risiko erklärt wurde
Ein einziger Satz per WhatsApp an meine Mutter – zugegeben, emotional, wütend, überzogen. Ich schrieb, ich „würde ihr Haus anzünden“. Eine reine Affektnachricht, als Reaktion auf einen unerwünschten Briefkontakt, obwohl zuvor ein Kontaktabbruch vereinbart war. Keine echte Drohung, keine Handlung, keine konkrete Gefahr. Nur Worte. Die hätte man, so dachte ich, im Zweifel juristisch klären können.
Aber nein: Statt Anzeige – PsychKG. Statt Gespräch – richterlicher Beschluss. Statt Vermittlung – Freiheitsentzug.
Ohne echte Anhörung, ohne klinisch fundierte Diagnose, ohne strukturiertes Interview. Ich durfte beim Gericht nicht einmal ausreden. Das Urteil: Fremdgefährdung. Ab in die LVR-Klinik Langenfeld, Station 6.2. Willkommen im geschlossenen Bereich. Willkommen in einer kafkaesken Parallelwelt.
Was ich hier vorfinde – und was fehlt
Man stellt sich eine Klinik vor, in der therapeutisch gearbeitet wird, wo man Gespräche führt, Diagnosen nach ICD-Kriterien erstellt, gemeinsam an Stabilität arbeitet. Was ich hier vorfinde, ist ein anderes Bild:
• Fixierungen ohne Toilettengang, stundenlang im eigenen Urin
• Medikamentenumstellungen ohne Absprache, z. B. Diazepam statt meiner bewährten ADS-Medikation
• Gespräche mit Ärzten unter zwei Minuten, ohne nachvollziehbare Diagnostik
• Ignorierte Patientenverfügung
• Verweigerung der Akteneinsicht
• Keine strukturierten Therapieangebote, keine Beschäftigung
• Eklatante Hygieneprobleme, fehlende Kleidung, keine Waschmöglichkeit
• Und die Krönung: „Registrierung“ meiner Beschwerden ohne echte Reaktion
Ich nenne das: Menschenverwahrung unter medikamentösem Deckmantel. Therapie? Fehlanzeige. Ich bin nicht akut krank – aber hier könnte man es werden.
Rechtliche und ethische Eskalation – mein Versuch, gehört zu werden
Ich habe seither über 20 Schreiben verfasst: an die Klinikleitung, an die Aufsichtsbehörde, ans Bundesministerium für Gesundheit, an die Ärztekammer, an die Techniker Krankenkasse, an den Patientenbeauftragten und an mehrere Medienhäuser. Ich habe mich nicht versteckt – im Gegenteil: Ich habe alle meine Dokumente öffentlich gemacht, transparent, nachvollziehbar, überprüfbar.
Meine Forderungen sind nicht radikal – sie sind menschlich, juristisch und medizinisch nachvollziehbar:
• Einsicht in meine Akte
• Umsetzung meiner Patientenverfügung
• Wiederaufnahme meiner ADS-Medikation
• Unabhängige psychiatrische Begutachtung
• Klärung meiner angeblichen Fremdgefährdung
• Würdige Behandlung als erwachsener, klar denkender Mensch
Stattdessen: Standard-Floskeln, Worthülsen, „Wir nehmen Ihre Sorgen ernst“-Antworten. Und weiter passiert: nichts.
Was das über das System sagt – und was ich jetzt tun werde
Ich glaube nicht mehr an Einzelfehler. Ich sehe hier ein strukturelles Problem: eine Verwaltung, die Kontrolle mit Fürsorge verwechselt, eine Klinik, die Macht ausübt statt Hilfe zu leisten, und ein System, das Patientenrechte aushebelt, sobald das Etikett „psychisch krank“ klebt.
Aber: Ich bin keiner, der aufgibt. Ich bin kein Einzelfall – und will auch kein Opfer sein. Deshalb gehe ich jetzt juristisch, öffentlich und politisch dagegen vor:
• Verfassungsbeschwerde
• Gerichtskostenhilfe beantragt
• Unabhängige Patientenberatung kontaktiert
• Krankenkasse informiert
• Rechtliche Beratung organisiert
• Medien involviert
Und eines ist sicher: Ich zahle dieser Klinik keinen einzigen Cent. Sie schuldet mir etwas. Für jeden einzelnen Tag.
Mein Appell an die Gesellschaft
Ich schreibe diese Geschichte nicht aus Verbitterung – sondern weil ich glaube, dass sie erzählt werden muss. Für alle, die sich nicht wehren können. Für alle, die das Gefühl kennen, als „irre“ abgestempelt zu werden, obwohl man einfach nur wütend war. Für alle, die wissen, dass psychische Erkrankungen kein Freifahrtschein für Entrechtung sein dürfen.
Ich bin Christian. Ich bin ein ganz normaler, empathischer, witziger, manchmal impulsiver Mensch mit großen Plänen. Ich liebe gutes Essen, kluge Ideen und echte Gespräche. Ich will einfach nur nach Hause. Und ich werde kämpfen – bis ich dort wieder bin. Und weiter.